Hamburg (dapd). Der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, Thomas Enders, hat seine Führungskräfte am Donnerstag laut einem Zeitungsbericht in die Pflicht genommen und eindringlich vor den Folgen von Korruption gewarnt. In einem Brief an das Management, aus dem die „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe) zitiert, heißt es demnach: „Es gibt keinen Platz für betrügerisches oder unethisches Verhalten bei EADS.“ Am Vortag hatte es laut Medienberichten staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen an mehreren deutschen EADS-Standorten wegen des Verdachts der Bestechung und Untreue im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter an Österreich gegeben. Sollten die Untersuchungen kriminelles Verhalten oder andere Mängel ergeben, werde der Konzern sich umfassend damit beschäftigen, kündigte Enders dem Bericht zufolge an. Das Gesetz zu brechen sei keine Option. Da gebe es „null Toleranz“, habe Enders gesagt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)