Essen (dapd). Seine neuen Stahlwerke in Amerika bescheren Deutschlands größtem Stahlkonzern ThyssenKrupp weiter hohe Verluste. Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe) wird die Sparte Steel Americas im Geschäftsjahr 2011/2012 operativ ein Minus von gut einer Milliarde Euro ausweisen müssen. Bei ThyssenKrupp endet das Geschäftsjahr am 30. September. Dem Gesamtkonzern dürfte allerdings nach dem Milliardenverlust im Geschäftsjahr 2010/11 beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wieder die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelingen. Denn die Verluste in Amerika würden durch die Gewinne der anderen Sparten mehr als wettgemacht, hieß es in dem Bericht. Im europäischen Stahlgeschäft erwartet ThyssenKrupp demnach ein operatives Ergebnis von 200 bis 300 Millionen Euro. Die Technologiesparte werde sogar einen Gewinn von 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro ausweisen können. ThyssenKrupp lehnte auf Anfrage von dapd eine Stellungnahme zu dem Bericht ab und verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 22. November, auf der die Zahlen für das Geschäftsjahr veröffentlicht würden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)