Paris/Stuttgart (dapd). Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben kurz nach dem Kauf der EnBW-Aktien durch das Land Baden-Württemberg offenbar vor sinkenden Gewinnen und Dividenden gewarnt. Die LBBW habe bis 2013 mit einem Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 22 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro und einem Absinken der Dividende von 1,50 auf 1,15 Euro gerechnet, berichtete das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Analyse der Bank. Die LBBW hatte im Auftrag des zweiten EnBW-Hauptaktionärs, des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke, den Kaufpreis überprüft. Mit dem im Dezember 2010 vom damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) verkündeten Deal sollte sich ab Donnerstag ein internationales Schiedsgericht in Paris befassen. Die grün-rote Landesregierung hält den Kaufpreis von 4,67 Milliarden Euro für zu hoch und fordert vom französischen Stromkonzern Électricité de France 840 Millionen Euro zurück. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)