Hamburg (dapd). Die Einigung auf ein Rettungspaket für Zypern ist nach Überzeugung des Chefvolkswirts der Commerzbank, Jörg Krämer, das Ergebnis der harten Haltung der Euro-Finanzminister. Es sei gut gewesen, „dass die Staatengemeinschaft klare Kante gezeigt hat“, sagte Krämer am Montag dem Radiosender NDR info. Das Ultimatum der Europäischen Zentralbank (EZB) habe sich ausgezahlt, „und damit werden die Reformkräfte in den anderen Peripherieländern gestärkt“. Der ursprüngliche Plan, auch die zyprischen Kleinanleger zur Kasse zu bitten, sei ein „Fehler“ gewesen, sagte Krämer. Diesen habe aber die zyprische Regierung gemacht. Sie sei es gewesen, die sich vor einer Woche explizit dafür ausgesprochen habe, „die Kleinanleger in Zypern zu besteuern, um nicht an das Geld der Oligarchen ran zu müssen“. Wäre diese Fehlentscheidung nicht korrigiert worden, hätte das Versprechen der Europäischen Union, Bankeinlagen bis 100.000 Euro zu gewährleisten, Schaden genommen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)