Bad Honnef (dapd). Über der deutschen Möbelindustrie ballen sich dunkle Wolken zusammen. „Nach den Sommerferien haben die Auftragseingänge bei den deutschen Möbelherstellern spürbar nachgelassen“, klagte am Freitag der Präsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Elmar Duffner. Nicht nur die Bestellungen aus dem Ausland, sondern auch die Ordertätigkeiten des inländischen Möbelhandels seien inzwischen rückläufig. Auch die Möbelindustrie bleibe offenbar von der Konjunkturkrise nicht verschont. Der Verband senkte deshalb die Wachstumsprognose für 2012. Statt der ursprünglich anvisierten drei Prozent rechnet er nun lediglich noch mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Von der Dynamik des ersten Halbjahres sei wenig übrig geblieben, sagte Duffner. Als besonders schwierig erweist sich für die Branche zurzeit das Auslandsgeschäft im Euroraum. Im August brach die Nachfrage hier um 10,9 Prozent ein. Die Konsumflaute betrifft nicht nur Krisenländer wie Griechenland, Portugal oder Spanien. Auch die Lieferungen nach Frankreich und in die Niederlande sind drastisch gesunken. Dies könnten auch zweistellige Zuwachsraten in Russland oder Japan nicht ausgleichen, betonte der Verband. Kritisch für die Branche: Auch das Geschäft in Deutschland läuft nicht mehr rund. Seit einigen Wochen gehen auch im Inland die Auftragseingänge zurück. „Ob dies eine vorübergehende Delle ist oder sich zu einem tatsächlichen Trend ausweitet, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden“, sagte Duffner. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)