Erfurt (dapd-lth). Der Bundesbeauftrage für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat die Umzugspläne seiner Behörde verteidigt. Er verstehe die Kritik nicht, sagte Jahn der „Thüringer Allgemeinen“ laut Vorabbericht. Eine Verlegung des Dienstsitzes in die Berliner Normannenstraße, wo sich einst das DDR-Ministerium für Staatssicherheit befand, folge einer „inneren Logik“. „Mir ist es wichtig, dass wir gut organisiert und ökonomisch arbeiten, dass also die Mitarbeiter, besonders die Forscher, die mit den Akten arbeiten, dort sitzen, wo die Akten sind“, sagte der Behördenchef. Auch nach einer möglichen Abwicklung seiner Behörde müsse es weiter Akteneinsicht geben. „Wenn die Akten irgendwann, und der Zeitpunkt ist nirgendwo festgelegt, in die allgemeine Archivverwaltung übergehen, erlischt ja nicht die Notwendigkeit zur Aufklärung“, fügte Jahn hinzu. Allein in den ersten neun Monaten 2012 habe es 73.000 Anträge von Bürgern auf Akteneinsicht gegeben. dapd (Politik/Politik)