Jahresversammlung des Verkehrsvereins Bielefeld mit 200 Gästen in der Wissenswerkstadt Bielefeld
Bielefeld – Es solle nicht nur das Motto des Abends sein, sondern der Anspruch für die nächsten Jahre: „Wir für die Stadt“. In ihrer Begrüßung erläutert Ursula Pasch, Vorsitzende des Verkehrsvereins Bielefeld, warum sich der Vorstand mit dem Slogan bewusst für ein „für“ entscheidet und sich nicht wie viele Stimmen und Initiativen „gegen“ etwas richtet. Seit 1981 setzt sich der Verkehrsverein für Bielefeld ein. Zur Jahresversammlung kamen am Montag, 31. März, rund 200 Gäste in die Wissenswerkstadt.
Fürsprecher für Bielefeld
Ein Ziel für 2025 sei, noch mehr Mitglieder für den Verkehrsverein zu gewinnen. Pasch: „Bielefeld braucht gerade jetzt noch mehr Fürsprecher.“ Bielefeld stehe unter enormem Veränderungsdruck, sowohl was die Infrastruktur als auch die Stadtgesellschaft betreffe. Mit der Kompetenz des Vorstands möchte sich der Verkehrsverein verstärkt engagieren. Bei dem nächsten „Bielefelder Stadtgespräch“, seit zwei Jahren ein Veranstaltungsformat des Verkehrsvereins, sollen Vorschläge zur Verbesserung der Innenstadt besprochen werden.
Traditionell findet die Jahresversammlung an wechselnden Orten statt – dieses Mal in Bielefelds neuem Leuchtturm. Pasch: „Bereits jetzt wird die Wissenswerkstadt bundesweit als Vorzeigeprojekt wahrgenommen.“
Kleine Kostproben aus der Wissenswerkstadt zeigen die Veranstaltungsformate Brainstorm und FameLab. Dafür kommt Marvin Meinold vom Improtheater „Die Stereotypen“ auf die Bühne. Als Gast begrüßt er Julian Neugebauer, der 2024 das FameLab Germany gewonnen hat und Zweiter im internationalen Wettbewerb wurde. In nur drei Minuten erklärt er seine Forschung – amüsant und unterhaltsam.
Positives Zwischenfazit für die Wissenswerkstadt
Nach den Wissenshäppchen gibt Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH und des Verkehrsvereins, einen Rückblick auf ein zukunftsweisendes Jahr 2024. Die Eröffnung der Wissenswerkstadt im September nennt Knabenreich den Höhepunkt des Geschäftsjahres. Im Gespräch mit Maria Munzert aus dem Team der Wissenswerkstadt zieht er nach sieben Monaten Laufzeit ein positives Zwischenfazit. Bereits zum Jahresende 2024 zählte die Wissenswerkstadt mehr als 60.000 Besuchende, inzwischen sind es annähernd 100.000. Gerechnet habe Bielefeld Marketing zurückhaltend mit rund 42.000 Besuchen – allerdings auf das ganze erste Betriebsjahr bezogen.
„Bielefeld Marketing. Für Dich. Für die Stadt“ mit diesem neuen Claim stellt Knabenreich die Arbeit des Stadtmarketings vor, die darauf abzielt, Bielefeld-Begeisterung, Gemeinschaftsgefühl, positive Emotionen und positive Schlagzeilen zu erreichen. Mit „Summer Closing“ und „Bielefeld singt!“ feiern 2024 zwei neue Events in Bielefeld Premiere. Das City-Management belebt mit zahlreichen Aktionen die Innenstadt und macht sie zum Erlebnisort. Das Kultur-Marketing unterstützt die lokale Kultur – zum Beispiel mit der Kampagne „Kulturrausch“.
Das Kongressbüro unterstützt Events wie „1Live Krone“ oder „Hinterland of Things“ und sorgt für positive Impulse auf dem Kongressmarkt. Gestiegene Übernachtungszahlen (plus 3,7 Prozent zum Vorjahr) sorgen auch im Tourismus für Aufschwung. 40 verschiedene Themenführungen bietet das Tourismus-Team den Gästen der Stadt. Bielefeld beteiligt sich an dem „Modellprojekt nachhaltiger Tourismus im Teutoburger Wald“. Mit Imagekampagnen betreibt Bielefeld Standortmarketing weit über die Stadtgrenzen hinaus. 2024 gibt es dafür den German Brand Award für die digitale Fachkräfte-Kampagne „match your future.“ Fast 80 starke Marken und Unternehmen aus Bielefeld beteiligen sich mittlerweile am Fördernetzwerk „Bielefeld-Partner“.
Zukunftsfähige Konzepte für die Stadt
Aus Sicht des Stadtmarketings formuliert Knabenreich konkrete Angebote für die Stadt: Unterstützung der Stadtteile bei der Gestaltung von Stadtfesten, Bespielen von Problemorten wie dem Kesselbrink, Entwicklung zukunftsfähiger Konzepte für Aufenthaltsqualität, Sauberkeit und Sicherheit in der City sowie die Stärkung der Freizeitfaktoren Kultur und Sport. „Stadtmarketing kann viel und könnte noch mehr. Am Ende geht es dabei aber immer um Geld und den politischen Willen“, so Knabenreich. Nachbarstädte wie Osnabrück, Münster und Kassel seien uns mittlerweile einen Schritt voraus. Bielefeld dürfe hier nicht den Anschluss verlieren.
Nach den üblichen Vereinsregularien stehen an dem Abend noch Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Demnach kann künftig eine Mitgliedschaft online beantragt werden und der Vorstand darf von 11 auf maximal 14 Mitglieder erweitert werden. Bei den anschließenden Wahlen wird Burkhard Schmidt-Schönefeld, Vorstandsvorsitzender Tourismus NRW, direkt als weiteres Mitglied in den Vorstand gewählt. Ebenso ergänzt nun Friederike von Spiegel von der Interessen- und Werbegemeinschaft Schildesche den Vorstand. Als Nachfolger von Thomas Kunz wird der neue Hauptgeschäftsführer des Handelsverband OWL Jan-Erik Weinekötter nun stellvertretender Verkehrsvereinsvorsitzender.
Den gesamten digitalen Geschäftsbericht von Bielefeld Marketing und Verkehrsverein Bielefeld gibt es zum Nachlesen: www.bielefeld-marketing.de#gb.