Frankfurt/Main (dapd). Die Aufsichtsratsvorsitzenden der DAX-Unternehmen bekommen für das laufende Geschäftsjahr im Schnitt 312.000 Euro. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht, die am Mittwoch in Frankfurt am Main vorgestellt wurde. Gründe für den Anstieg seien die gestiegenen Gewinne, die manche Konzerne über eine erfolgsabhängige Vergütung an die Kontrolleure ausschütten, höhere Fixgehälter und der gestiegene Arbeitsaufwand. Aktuell werde die Ausgestaltung der Aufsichtsratsvergütung kontrovers diskutiert. Das eine Lager sei für erfolgsabhängige Zahlungen, das andere strikt dagegen. „Im Kern geht es darum, inwieweit Aufsichtsräte, die für die langfristigen Geschicke des Unternehmens mitverantwortlich sind, den Geschäftserfolg auch an ihrer Vergütung merken sollen“, sagte Towers-Watson-Bereichsleiter Olaf Lang. Bei den vorgestellten Zahlen handele es sich um eine Prognose, erklärten die Berater. In den Vorjahren seien die Schätzungen aber im Schnitt nur um fünf Prozent von den tatsächlichen Vergütungen abgewichen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)