Berlin (dapd). Der menschenrechtspolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, hat die geplante Dauerausstellung der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV) gelobt. „Es ist gut, dass die Ausstellung das Thema geografisch und historisch so weit anlegt“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion der Nachrichtenagentur dapd. Die Gräuel der Vertreibung hätten nicht nur die Deutschen erlebt. „Die Armenier, die Polen und viel zu viele andere Völker haben in der europäischen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts massiv darunter gelitten“, sagte er. Die SFVV wurde Ende 2008 in Trägerschaft des Deutschen Historischen Museums errichtet. Standort für die Ausstellung ist das Deutschlandhaus im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Stiftungsrat-Mitglied Alexander Koch hatte angekündigt, die Ausstellung werde eingebettet sein „in die Fragen von ethnischen Verfolgungen weltweit“. Beck sagte: „Auch die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Menschenrechtsverbrechen.“ Einige Opfer dieses Verbrechens und ihre Organisationen vergäßen jedoch den historischen Kontext, in dem sich dies abgespielt habe. Mit ihrem „weiten Ansatz“ könne die Ausstellung „hoffentlich diesem einseitigen und unhistorischen Denken entgegenwirken“. dapd (Politik/Politik)